Ernährungstherapie
Unser Angebot im Bereich Trinknahrung und heimparenterale Ernährung (HPE) ermöglicht Patientinnen und Patienten eine Ernährungstherapie im eigenen Zuhause. Von einer Beratung, bis hin zur Therapieschulung und einem offenen Ohr bei Fragen während der Therapiedurchführung - wir sind an Ihrer Seite.
Unsere Erfahrung hat uns gezeigt: Gerade zu Beginn einer Therapie tauchen oft viele Fragen auf. Wir von OMT möchten Ihnen eine Orientierung über alles Wichtige rund um die Ernährungstherapie geben. In unserer Infobroschüre haben wir alles Wissenswerte verständlich für Sie zusammengefasst – als kleiner Wegbegleiter für ein informiertes und gutes Gefühl.
Trinknahrung und heimparenterale Ernährung: Bedarfsgerechte Ernährungstherapie
Um den Bedarf individuell zu decken, hält OMT ein ganzheitliches Spektrum an modernen Ernährungskonzepten bereit: Von der Ergänzung zur oralen Kost bis hin zur vollbilanzierten Ernährung können Patientinnen und Patienten mit medizinischer Trinknahrung oder einer heimparenteralen Ernährung versorgt werden.
Ein sicheres Zuhause für die Ernährungstherapie: Wir von OMT unterstützen dabei, in der vertrauten Umgebung bestmöglich versorgt zu sein. Damit das gelingt, bieten wir seit über zwei Jahrzehnten ganzheitliche Lösungen und Konzepte für die moderne Heimtherapie an.
Wegbegleitung mit unserem Therapie- und Serviceangebot:
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Individuelle Ernährungsberatung
und persönliche Betreuung während des gesamten Therapieverlaufs
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Anamnesegespräch
und Ermittlung des Ernährungszustandes mittels BIA-Messung
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Kompetent ausgebildete Ansprechperson
im Bereich der Ernährungstherapie und der Portkatheter-Versorgung
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  Unterstützung
bei der Beschaffung der notwendigen Rezepte und Kostenübernahmen, um Sie administrativ zu entlasten
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Hilfe bei der Organisation
des Betreuungsnetzes und persönliche Schulung von Pflegediensten
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Therapieverlaufs-kontrollen
und Rückmeldung an die behandelnde Ärztin/den behandelnden Arzt sowie das SAPV-Team
So arbeitet das OMT Ernährungsteam
Wir möchten dabei unterstützen, das Leben im vertrauten eigenen Zuhause selbstbestimmt zu gestalten. Damit Patientinnen und Patienten rundum gut versorgt sind, bauen wir ein individuell auf sie zugeschnittenes, fürsorgliches Versorgungsnetzwerk auf.
Wir vom OMT Ernährungsteam arbeiten dabei Hand in Hand mit allen Beteiligten zusammen, um die Therapie optimal zu unterstützen. Auf diese Weise greifen, wie bei einem Zahnrad, alle Schritte der Ernährungstherapie zuverlässig ineinander.
Mangelernährung vorbeugen und behandeln mit Trinknahrung
Wenn die tägliche Ernährung zur Herausforderung wird, kann medizinische Trinknahrung dabei helfen, Mangelerscheinungen vorzubeugen oder diese gezielt zu behandeln. Sie ergänzt den Nährstoffbedarf zuverlässig, wenn herkömmliche Mahlzeiten allein nicht mehr genügen oder die Nahrungsaufnahme schwerfällt.
Mit spezialisierten Trinknahrungen unterstützen wir von OMT dabei, die körperliche Stabilität zu fördern und wertvolle Lebensqualität im Alltag zu erhalten.
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Individueller Bedarf
Für eine bestmögliche Unterstützung bei der Ernährungstherapie stellen wir die individuellen Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Je nach Therapie- oder Krankheitsverlauf passen wir die Trinknahrung flexibel an.
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Breites Sortiment
Unsere große Auswahl an Trinknahrung erlaubt es uns, stets auf individuelle Wünsche oder ärztliche Empfehlungen zu reagieren. Dank verschiedenster Geschmacksrichtungen und Konsistenzen finden wir je nach Bedarf die passende Variante.
Das 1x1 der parenteralen Ernährung
Wenn die Fähigkeit der oralen Nahrungsaufnahme gestört bzw. nicht möglich ist oder Nährstoffe nicht ausreichend aufgenommen werden können, kann die parenterale Ernährung die Option der Wahl sein.
- Ausgewogene Nährstoffzufuhr: Unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts werden alle benötigten Nährstoffe direkt ins Blut transportiert. Hierfür ist in aller Regel ein zentralvenöser Zugang erforderlich.
- Dynamische Anpassung: Wir sorgen für eine individuelle und flexible Versorgung, die jederzeit präzise an sich ändernde Gegebenheiten oder den klinischen Verlauf angepasst werden kann.
- Alltagstauglichkeit: Durch die flexible Gabe – bedarfsgerecht auch über Nacht – lässt sich die Therapie im eigenen Zuhause unproblematisch in den Alltag integrieren. Dies fördert Vitalität und Wohlbefinden bestmöglich und kann das Ansprechen auf die Behandlung positiv beeinflussen.*
Sichere und flexible Infusionspumpen für die parenterale Ernährung
Für die parenterale Ernährung empfehlen wir die kleinen und leichten Infusionspumpen BD BodyGuard™ oder CADD®-Solis VIP. Beide Systeme gewährleisten durch eine intuitive Handhabung und hohe Sicherheitsstandards eine zuverlässige Therapie.
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CADD®-Solis VIP
Mehr zur CADD®-Solis VIPDie CADD®-Solis VIP ist eine ambulante Infusionspumpe, die sich für einen vielfältigen Einsatz eignet. Vor allem durch ihre einfache Anwendung und hohe Sicherheit soll sie die Therapie erleichtern.
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BD BodyGuard™
Mehr zur BD BodyGuard™Die BD BodyGuard™ ist eine elektronische Infusionspumpe, die universell für die Infusionstherapie eingesetzt wird. Ob stationär, ambulant oder im häuslichen Umfeld – die BD BodyGuard™ ist für jeden Bereich geeignet.
Die Bio-Impedanzanalyse (BIA-Messung) ist ein einfaches und schnelles wissenschaftliches Instrument zur zuverlässigen Messung der Körperzusammensetzung und damit zur Bestimmung des Ernährungszustandes (z.B. Mangelernährung). Die Messungen werden dokumentiert und unterstützen die Ärztin/den Arzt bei der Indikationsstellung, bei der Anpassung der parenteralen Ernährung während der Therapie und bei Rückfragen durch den Kostenträger.
Fragen zur Trinknahrung?
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Trinknahrung?
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten – zum Beispiel bei einer krankheitsbedingten Mangelernährung. Die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt kann in diesem Fall ein Rezept ausstellen, sodass lediglich die übliche gesetzliche Zuzahlung anfällt.
Ersetzt Trinknahrung normale Mahlzeiten?
Ganz wie es benötigt wird: Trinknahrung kann normalen Mahlzeiten entweder sinnvoll ergänzen oder sie – falls nötig – auch komplett ersetzen. Gemeinsam mit der behandelnden Ärztin, dem behandelnden Arzt oder einer Ernährungsfachkraft wird festgelegt, welche Form am besten geeignet ist.
Wie viel Trinknahrung sollte pro Tag getrunken werden?
Häufig liegt die Empfehlung bei 1 bis 3 Flaschen täglich. Die genaue Menge richtet sich jedoch immer nach dem persönlichen Energiebedarf und den ärztlichen Vorgaben, um die Versorgung optimal zu sichern.
Wie lange sollte Trinknahrung genommen werden?
So lange, wie der Körper die zusätzliche Unterstützung benötigt. Der Ernährungszustand wird dabei regelmäßig ärztlich kontrolliert, sodass die Menge bei fortschreitender Stabilisierung schrittweise reduziert oder die Anwendung beendet werden kann.
Wie schmeckt die Trinknahrung?
Die Auswahl ist groß: Neben Klassikern wie Vanille, Erdbeere oder Kaffee gibt es auch neutrale Varianten. Diese lassen sich hervorragend in Joghurt, Saucen oder Kartoffelbrei einrühren, ohne den Geschmack zu verändern. Unser Tipp: Die Trinknahrung sollte beim Kochen nicht über 60 °C erhitzt werden, damit die Nährstoffe vollständig erhalten bleiben.
Was ist bei Schluckstörungen (Dysphagie) zu beachten?
Hier gibt es spezielle, bereits angedickte Trinknahrungen, die das Schlucken erleichtern sollen. Alternativ kann herkömmliche Trinknahrung mit Andickungsmitteln auf die gewünschte Konsistenz gebracht werden. Zudem kann eine geeignete Trinktechnik bei Schluckstörungen durch Logopädie oder eine Schlucktherapie begleitet werden.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Da Trinknahrung sehr nährstoffreich ist, kann sie vor allem bei zu großen Mengen oder schnellem Trinken zu Völlegefühl, Übelkeit, Blähungen oder Durchfall führen. Unser Rat: Langsam trinken! Für eine Flasche sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, am besten in kleinen Schlucken genießen und die Menge über den Tag verteilen. Bessert es sich nicht, sollte eine Rücksprache mit der Ärztin/dem Arzt oder Ihrer Ernährungsfachkraft erfolgen.
Können Medikamente mit der Trinknahrung eingenommen werden?
Medikamente sollten in der Regel nicht mit der Trinknahrung gemischt werden, da es zu Wechselwirkungen kommen kann. Am besten getrennt einnehmen und im Zweifel die Ärztin/den Arzt oder in der Apotheke nachfragen.
Fragen zur parenteralen Ernährung?
Darf zusätzlich zur parenteralen Ernährung regulär gegessen werden?
Das darf man, sehr gerne sogar! Die parenterale Ernährung wird so individuell zusammengesetzt, dass die Patientinnen und Patienten insgesamt gut versorgt sind. Die Ernährungstherapie kann entweder unterstützend eingesetzt werden oder die reguläre Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme vollständig ersetzen.
Muss die parenterale Ernährung dauerhaft durchgeführt werden, wenn man einmal begonnen hat?
Nein! Wenn sich der Ernährungszustand verbessert, kann die Ernährungstherapie auch minimiert, temporär ausgesetzt oder komplett abgesetzt werden. Je nach Krankheitsverlauf und Ernährungszustand kann der Bedarf unterschiedlich sein und die parenterale Ernährung kann dementsprechend in Absprache mit der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt laufend angepasst werden.
Welche Nebenwirkung kann es geben?
Die parenterale Zufuhr von geeigneten Nährlösungen kann auch ein paar Nebenwirkungen oder Komplikationen hervorrufen. Durch eine konstante und engmaschige Überwachung der Therapie werden diese aber minimiert. Unerwünschte Nebenwirkungen können metabolische Ursachen haben (z.B. Verschiebung von Elektrolyten oder Blutzuckerschwankungen). In sehr seltenen Fällen kann es zu Infektionen am Port kommen.
Was ist der Unterschied zur enteralen Ernährung?
Der Hauptunterschied zwischen enteraler und parenteraler Ernährung liegt in der Art der Nährstoffzufuhr. Im Gegensatz zu enteraler Ernährung sind die Bestandteile der parenteral eingesetzten Nährlösungen schon so weit vorbereitet, dass der Magen-Darm-Trakt umgangen wird und die Nährstoffe direkt ins Blut gelangen. Das ist nötig, wenn der Magen-Darm-Trakt nicht mehr richtig funktioniert oder es auf dem Weg der oralen Nahrung bis dorthin z.B. unpassierbare Hindernisse gibt, z.B. Verengungen in der Speiseröhre.
Einfach zu merken: Enteral = über den Darm (natürlicher Weg), Parenteral = am Darm vorbei (direkt ins Blut)
Wie lange ist eine parenterale Ernährung möglich?
Das ist sehr individuell und kann von kurzen Zeiträumen bis hin zu einer lebenslangen Therapie (z.B. bei einem Kurzdarmsyndrom) gehen.
Was ist ein Refeeding-Syndrom?
Das Reefeding-Synrom kann eintreten, wenn sehr stark mangelernährte Patientinnen oder Patienten mit langer Nahrungskarenz auf einmal zu große Mengen an Nährstoffen zugeführt bekommen. Stellen Sie sich vor, sie können zwei Wochen kaum essen und es stellt Ihnen jemand die Sahnetorte vor die Nase – sehr schwer zu vertragen, es wird Ihnen zumindest übel werden. Parenteral ist es ähnlich, nur noch extremer, da die Nährstoffe direkt in den Organismus gehen, ohne noch langsam verdaut werden zu müssen.
Also wundern Sie sich nicht, wenn wir eine parenterale Ernährung sehr vorsichtig und mit Bedacht mit scheinbar kleinen Mengen an Nährlösungen beginnen.
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Unsere 24h-Hotline bei technischen Problemen
0800 - 44 888 77
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0800 - 84 84 666